Kategorie: Selbstliebe

Zuhause in der Liebe…

…und ebenso: die Liebe in mir, in Dir, in uns zuhause sein lassen… So, wie wir sind. So, wie wir waren und so, wie wir sein wollen… darum geht es für mein Empfinden momentan, in dieser Zeit und in diesem Jahr ganz besonders.

Ich habe in den Rauhnächten – in der Übergangszeit zwischen dem alten und dem neuen – für jeden Monat des Jahres 2021 (übrigens: von Herzen frohes Neues!) Inspirationen und Impulse wahrgenommen.

Meine Inspiration für Januar ist “Liebes-Infusion”. Irgendwie ein witziges, ungewöhnliches Wort, oder? Und eben darum hat es auch immer wieder meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen und ich hatte Freude daran mich auf unterschiedliche Weise damit zu beschäftigen.

Während ich vom Verstand aus betrachtet den Begriff anfänglich zwar sehr cool, aber auch recht abstrakt fand, hatte ich sehr bald ein inneres Bild: ein weiter klarer See mit ruhiger glatter Oberfläche lädt mich zu einem nächtlichen Bad ein. Der Himmel ist erfüllt von unzähligen leuchtenden Sternen, die sich in der Wasseroberfläche spiegeln. Hier kann ich mich aufladen, die Präsenz der Natur genießen; die Verbundenheit zu Mutter Erde und Vater Kosmos wahrnehmen; die Lebendigkeit allen Seins er-leben – und verkörpern.

Zum Thema “Verkörpern” kann ich Dir sagen, dass ich persönlich lange Zeit keine besonders innige Verbindung zu meinem Körper hatte. Ich war und bin ein sehr freigeistiger Mensch, sehr “spirituell” in dem Sinne, dass ich mich in den geistigen Dimensionen sehr zuhause fühle. Ich liebe es kreativ zu denken, für alles Mögliche und Unmögliche zu brainstormen, Ideen zu spinnen und zu weben, Inspirationen und Impulse in Worten oder Bildern zu formulieren, mich (geistig) auszudehnen, umher zu schweifen oder tief zu tauchen… meine Vorstellungsgabe ist sehr offen und reichhaltig mein Verstand ist ziemlich schnell und womöglich wäre ich auch eine gute Schachspielerin und hätte viele Züge im Voraus durchspielen können;-) Doch dementsprechend war mir “die Materie” oft zu schwer und vor allem zu langsam…

Als Kind habe ich oft über den Sinn des Lebens nachgedacht. Vieles schien für die Erwachsenen anstrengend und oft mit Leid oder Bitterkeit oder Traurigkeit verbunden. Dieses Leiden, diese Traurigkeit, habe ich auch in mir gespürt, konnte es aber nicht verstehen – wie denn auch? Und irgendwie hatte ich immer das Gefühl: “Da fehlt was.” oder “Da ist noch mehr.”

Dann war diese Frage viele Jahre lang eher weit im Hintergrund und vor ca. 13 Jahren “rief” mich etwas in meine Spiritualität “zurück”. Heute würde ich sagen, es war/ist meine Seele;-) Wurde doch nach einem mehrwöchigen Krankenhaus-Aufenthalt in mir die Frage nach dem “Was ist da noch?” wieder lauter.

Ich lernte, meinem Spirit, dem freien Geist, zuzuhören und bereiste mit ihm und durch ihn (sie;-) die unterschiedlichsten geistigen Welten und Dimensionen… Und genoss die (innere) Freiheit, die ich in Verbundenheit mit der “Spiritworld” erfuhr.

Lange Zeit jedoch waren diese beiden Welten, die spirituelle und die materielle, für mich zwei unterschiedliche Welten. Das Spirituelle hatte nur in bestimmten Kreisen Raum in der materiellen Welt meines Er-Lebens und auch das Materielle konnte seinen Platz in der spirituellen Welt nicht so recht finden. Und aufgrund der Schwere, Dichte und Langsamkeit, die ich immer noch sehr oft im Irdischen empfand, richtete ich meine Aufmerksamkeit lieber auf das Geistige, das ich eher “da draußen” oder jenseits des Alltäglichen verortete.

Seit geraumer Zeit “ruft” mich nun die “Materialität” zurück – und lädt mich ein, meinen Spirit und meine Seele HIER und JETZT mehr und mehr im Leben, im Körper, in den verschiedenen Formen des Alltags sein zu lassen – zu verkörpern.

REUNION – reunite Spirit and matter. Materie und Spirit sich vereinen lassen. Oder vielmehr ihre Einheit mehr und mehr an-erkennen – und leben!

Die Schwere, die Dichte und die Langsamkeit umarmen, ebenso wie die Leichtigkeit und Flexibilität. Gefühle von Traurigkeit und Leid ebenso willkommen heißen wie Freude und Genuss. Draußen und drinnen durchdringen und als Ganzes, das einander beeinflusst und kreiert, wahrnehmen.

Und was hat das jetzt mit Liebes-Infusion zu tun? Na klar:-) Lieben, was ist. Darum geht es! Das bedeutet nicht, dass wir Dinge nicht auch als nicht gut, nicht annehmbar oder nicht stimmig bewerten können oder dürfen. Das bedeutet auch nicht, dass wir zu allem, was wir als unrecht oder falsch empfinden, “ja und Amen” sagen müssen.

“Lieben was ist” bezieht sich als allererstes auf das eigene Innere! Denn warum können wir denn oft Dinge, die im sogenannten Außen vor sich gehen, nicht ertragen? Weil wir die Gefühle, die wir dadurch IN uns erleben, nicht ertragen können? (Ich persönlcih kannte lange Zeit nur die beiden Alternativen “Mitleid” oder “Ablehnung”/”Abspaltung”. Heute lerne ich immer mehr, was “Mitgefühl” wahrhaft bedeutet.) Und wir müssen jetzt auch nicht mit unseren krassesten Gefühlen beginnen und krampfhaft versuchen, Gefühle aus traumatischen oder sehr schmerzhaften Erfahrungen zu lieben.

Lass uns im Kleinen beginnen, ganz sanft und behutsam – liebevoll mit uns fühlend und mitfühlend… Kannst Du die Gefühle lieben, die in Dir auftauchen, wenn Du wieder viel zu viel Süßes gegessen hast? …wenn Du etwas gemacht hast, was Du eigentlich gar nicht machen wolltest? …Wenn Du eine Verpflichtung eingegangen bist, von der Du schon vorher wusstest, dass sie nicht stimmig für Dich ist? …wenn Du Dich zu viel xy findest? wenn Du Dich zu wenig yz empfindest? …wenn Du wütend bist… oder traurig… oder genervt… oder abweisend… oder verbittert? …wenn Du leidest? …oder oder oder…

Kannst Du Dich selbst lieben, für die Art und Weise, wie Du bist… wie Du Dein Leben lebst? Kannst Du Dich auch selbst lieben, wenn Du spürst, dass Du es Dir anders wünschst, aber nicht weißt, wie das gehen könnte oder Du Angst vor Veränderung hast oder…?

Das Abwenden dieser Anteile von der Liebe, Deiner Liebe (auch im ganz simplen Sinne von Akzeptanz, An-Erkennung) führt eben in das Gefühl von Getrenntheit. Und das wiederum führt oft in Empfindungen von “Hier/Mit mir stimmt was nicht.”, “Es sollte anders sein.”, “Das Leben ist gegen mich.” und andere Zwei-fel.

Indem wir mehr und mehr anerkennen, dass auch diese Anteile der Liebe – unserer Selbst-Liebe – wert sind, werden wir innerlich weiter und weicher. Angespannte, limitierende oder festhaltende Energien können sich in dieser inneren Weite ganz natürlich entspannen, nach und nach wieder ins Fließen kommen und sich allmählich transformieren und integrieren.

Und je besser wir diese Anteile in uns aner-kennen-lernen, umso mehr sehen wir, dass sie jenseits der unterschiedlichen Bewertungen auch “nur” Energie sind. Wobei das “nur” hier ein Ausdruck von Gleichwertigkeit ist. Alles ist Energie, doch zugegeben, Energie, kann sich sehr unterschiedlich anfühlen.

Was wäre, wenn Du Dich bei einem unangenehmen Gefühl, das Du in Dir wahrnimmst ganz offen und bereit für Selbsterforschung fragst: “Wie würde sich dieses Gefühl anfühlen, wenn ich nicht wüsste, dass es XY ist?” Und ich lade Dich ein, mal in Deinen Körper hineinzuspüren. Wo in Deinem Körper nimmst Du dieses Gefühl wahr? Und wie fühlt es sich dort an? Kannst Du es mit Worten beschreiben, die jemand versteht, der die Namen, die wir den unterschiedlichen Gefühlen gegeben haben, nicht kennt? Fühlt es sich leicht oder schwer an, sanft oder hart, wie eine sprudelnde Quelle oder wie ein stehendes tiefes Gewässer, wie ein warmer Frühlingstag oder wie ein loderndes Feuer, wie eine sanfte Brise oder wir ein Hurricane…? Du wirst merken, wie kreativ Du bist;-)

Und merkst Du noch was? Merkst Du, wie wundervoll die Erfahrung unterschiedlicher Gefühle in Deinem Körper sich anfühlen kann? Und “wundervoll” meine ich tatsächlich im wortwörtlichen Sinne: Ist es nicht ein Wunder? Dieser Körper, so schwer und dicht und unflexibel er sich vielleicht manchmal anfühlen mag im Vergleich zum flinken Verstand und zum freien Geist – ist er nicht ein Wunder? Ebenso, wie die Welt ein Wunder ist. Die materielle Welt als Form gewordene schöpferische Kraft.

Und vielleicht kannst Du mit der Zeit – noch so ein Thema, mit dem freigeistige Menschen wahrscheinlich echt ein Thema haben;-))) – wahrnehmen und Dich er-innern, dass Du Dich einst ganz bewusst entschieden hast für diesen Körper, dieses Leben, diese Welt. Und dass Du in jedem Moment die Fähigkeit und die Kraft hast, Dich, Dein Leben, die Welt zu gestalten. Und ja, manchmal scheint es zäh; manchmal scheint es unendlich langsam; manchmal scheint es super schwer… aber es IST möglich.

Die Liebe, die bedingungslose Liebe zu sich und zum Leben selbst, macht es möglich.

Und so komme ich auch schon langsam zum Rauhnachts-Impuls für den Februar: Ausrichtung. Aber das hat noch ein wenig Zeit;-)

Erstmal freue ich mich auf die unterschiedlichen Liebes-Infusionen im Januar. Und das gemeinsame Praktizieren und Erforschen im kommenden 3-wöchigen Online-Retreat “A Return to (Self-)Love”.

Ich wünsche Dir einen wunderschönen Start in DEIN Leben in diesem Jahr. Wie auch immer Du es er-leben und gestalten magst: You are worthy! <3

Hier (bzw. auf Instagram und Facebook etwas ausführlicher) findest Du übrigens alle Rauhnachts-Impulse für die 12 Monate in 2021 (in umgekehrter Reihenfolge;-)

Von Herzen alles Liebe und bis demnächst!

Das WESENtliche ist unsichtbar.

Und doch ist es immer DA.

Wer bist Du?

…fragst Du Dich vielleicht manchmal, wenn Du in den Spiegel blickst.

Wer bist Du wirklich?

…fragst Du Dich vielleicht nur selten, wenn Dir jemand gegenüber steht. Und vielleicht fragst Du Dich das noch seltener, wenn dieses Gegenüber so ganz anders zu ticken scheint, als Du. Oder, wenn Du Dich von Deinem Gegenüber nicht gesehen oder gehört oder verstanden fühlst. Oder auch, wenn Du von Deinem Gegenüber etwas ganz Bestimmtes willst oder erwartest.

Und vielleicht fragst Du dann auch Dich selbst nicht mehr “Wer bist Du?”, denn oftmals, auf einer mentalen oder auch unangenehmen oder schmerzhaften emotionalen Ebene im Leben scheint “ganz klar” zu sein, wer oder was man selbst oder der/die Andere ist.

Hier könnte ich jetzt wahrscheinlich unendlich viele Rollen auflisten, mit denen wir uns oder die Anderen so manches mal, wenn wir uns emotional verstrickt fühlen, identifizieren. … Und all diese Rollen lassen sich womöglich in ihrer Grundstruktur auf die Rollen des Opfers, des Täters und des Retters herunterbrechen.

Und ja, immer wieder nehmen wir alle verschiedene Rollen im Leben ein – unterschiedliche Ausdrucksformen des Lebens. Wir sind Frau, Mann, Mutter, Vater, Schwester, Bruder, Kind, Partner:in, Unternehmer:in, Angestellte:r, Freund:in, Kolleg:in, Berater:in, Ingenieur:in, Künstler:in, Handwerker:in, Geschichtenerzähler:in, Zuhörer:in, … und in diesen oder anderen Rollen finden wir uns auch immer mal in den Rollen von Opfer, Täter oder Retter wieder.

Doch wie frei können wir wahrhaft sein, wenn wir uns dauerhaft mit solchen Rollen identifizieren?

Bestimmt haben wir alle in unterschiedlicher Intensität schon diese Rollen erfahren und er-lebt: Traumata z. B. entstehen aus Erfahrungen, in denen wir uns als Opfer erleben mussten, in denen uns in irgendeiner Weise Gewalt angetan wurde – mental, emotional oder sogar physisch – und indem wir uns in unserem ureigenen Tempo dafür öffnen, diese Wunden in uns zu heilen (natürlich je nach Intensität auch mit therapeutischer Unterstützung), können wir uns auch wieder mehr und mehr der Welt öffnen und uns im Leben stabilisieren. Und irgendwann unsere Identifikation ablegen.

Nicht geheilte bzw. nicht wahrgenommene oder anerkannte (innere) Wunden führen womöglich dazu, dass wir uns unbewusst immer wieder in die Täter- oder Retter-Rolle hineinbegeben – oftmals, weil wir unseren eigenen Schmerz nicht ertragen können und diesen entweder im Außen wahrnehmen und dann (unbewusst) provozieren oder im Außen “retten” (=heilen) wollen, in dem (unbewussten) Wunsch, dadurch unseren eigene Verwundung zu heilen.

Wie frei können wir wahrhaft sein, wenn wir nicht offenen Herzens und versöhnlich mit uns selbst und mit der Welt anerkennen, welche festgefahrenen oder mehr oder weniger unterschiedlichen Rollen wir immer wieder einnehmen oder welche Rollen wir eigentlich niemals einnehmen wollen/wollten – und wenn wir ehrlich zu uns sind, uns dann doch darin befunden haben?

Womöglich findet sich ja zu seiner stimmigen Zeit mitten im Er-Leben einer dieser Rollen Freiheit und Heilung und (innerer) Frieden und die Erkenntnis mehr zu sein, als diese limitierende Sichtweise auf sich selbst und das Leben. So dass sich das System entspannen und weiten kann, so dass Energien – Lebenskräfte – freier, mitfühlender und lebendiger fließen können.

Vielleicht ist es aber gleichermaßen eine Möglichkeit, sich immer wieder an diese Frage zu er-innern, sowohl sich selbst als auch anderen und der Welt gegenüber: “Wer bist Du?”, wer bist Du wirklich? Wer bist Du, jenseits Deiner Meinungen, Deiner momentanen Sichtweise über Dich und die Welt? Wer bist Du jenseits Deiner Erfahrungen, Deiner Geschichte, Deiner Gedanken und Deiner Emotionen?

Du bist so viel mehr! Wir alle sind so viel mehr! Die Welt ist so viel mehr!

Jede:r Einzelne ist unendlich facettenreicher Ausdruck des Lebens! Und jede:r Einzelne ist im Fluss dieses Lebens verbunden mit etwas Größerem – dem Großen Ganzen. Und auf diese Weise ist jede:r Einzelne auch verbunden mit Dir – so wie Du verbunden bist mit Allem.

Vielleicht magst Du Dich ab und zu öffnen?

Für die Möglichkeiten, die Dein Intellekt sich momentan noch nicht vorstellen kann. Für die Möglichkeiten der Weite und des Raums, die wir in uns tragen. Für das, was Du auf den ersten (und vielleicht auch auf den zweiten und den dritten Blick) noch nicht wahrnehmen kannst.

Vielleicht magst Du Dich immer wieder öffnen, gerade in Momenten, in denen Du Dich lieber wegdrehen oder verschließen möchtest?

Für die Wertschätzung allen Lebens, das Mitgefühl und die bedingunslose Liebe von Freude und Schmerz, Glück und Traurigkeit, Weite und Enge, Leichtigkeit und Schwere… die bedingungslose Liebe so vieler unterschiedlicher Facetten, als das, was sie sind: Ausdruck des Lebens in irgendeiner einzigartigen Form.

Verliebt ins Leben…

…das ist ein Ausspruch, den ich gerne mal benutze, wenn ich so richtig glücklich und dankbar bin, für das, was ist! Hach… :-)))

Doch manchmal fällt es mir schwer, diese Verliebtheit ins Leben zu spüren und dankbar zu sein, weil…

…ja, weil… und diese “Weils” kennst Du vielleicht auch:

  • weil es anders sein sollte!
  • weil ich es mir anders vorgestellt/gewünscht/erhofft habe.
  • weil es unangenehm oder ungewohnt wirkt.
  • weil ich mich damit nicht wohl fühle…
  • weil ich grad scheiße drauf bin… :-/
  • weil so vieles oder alles um mich rum grad scheiße ist… :-/
  • weil… und überhaupt!
  • … grmpf…!

Was aber, wenn es möglich ist, sich tief verwurzelt und unermesslich in das (eigene) Leben zu verlieben, es sich entfalten zu lassen, ihm zu vertrauen… und ihm zu folgen. Einfach so.

Krass, oder? … Und? Wie soll das gehen? 😉

Tja, das könnte jetzt herausfordernd sein, denn das Zauberwort lautet “Achtsamkeit”. Ein Synonym dafür könnte sein: “Präsenz”.

“Tse…!” denkst Du Dir jetzt vielleicht und “Das ist doch nicht herausfordernd!”

Und weißt Du was? Genau so denke ich auch, wenn ich morgens ganz entspannt beim Kaffee darüber nachdenke oder wenn ich mit den Hunden im Wald bin oder wenn ich meditiere oder oder oder…

“Ist doch eigentlich ganz einfach…!”

…Und dann habe ich z. B. eine hitzige Diskussion mit jemandem und keiner von uns ist bereit, seinen Standpunkt zu verlassen oder ich verbringe den ganzen Tag in einer Warteschleife, weil sich niemand für meine Frage zu meinem Telefonanschluss zuständig fühlt oder ich mache mir Sorgen um etwas oder jemanden… oder oder oder…

Und dann bin ich raus – aus der Präsenz… bin Opfer, Täter oder Retter… oder bin Opfer und möchte lieber Retter sein… oder bin Täter und Opfer gleichzeitig… oder deklariere mein Gegenüber oder “die Anderen” zu Opfern oder Tätern… oder zu Rettern… oder oder oder…

Und dann? Bin ich mitten drin – im “Drama-Dreieck”… habe vergessen, dass das Leben mich liebt und dass ich das Leben liebe oder denke vielleicht, dass ich “etwas machen” müsste, um mir diese Liebe (wieder) zu verdienen…

Wikipedia schreibt dazu folgendes: “Das “Dramadreieck” beschreibt ein Beziehungsmuster zwischen mindestens zwei Personen, die darin die drei Rollen einnehmen:

  • Opfer
  • Täter oder Verfolger
  • Retter

Zwischen den Spielern gelten „Regeln“ der Rollenerwartung, die vom Rollenträger durch die Wahl einer Rolle unwillkürlich befolgt werden. Dabei übernehmen die Beteiligten diese Rollen aus der inneren Notwendigkeit des Musters heraus, sie „spielen“ diese Rollen (sie „sind“ nicht die Rollen).

Die Muster des Dramadreiecks paaren sich oder konkurrieren gleichzeitig mit persönlichen Mustern der Beteiligten. …

Im Dramadreieck gibt es keinen festen Anfang oder Einstieg und auch kein feststehendes Ende. Ebenso schnell können sich die eingenommenen Positionen wieder verändern. Im Laufe dieses Musters kann es zu plötzlichen Rollenwechseln kommen. …

Meistens sind die drei Rollen auf drei Personen verteilt. Aber auch zwei Personen können die drei Rollen abwechselnd untereinander verteilen. Das Dramadreieck lässt sich auch alleine spielen. Dann übernehmen einzelne Persönlichkeitsaspekte in einem inneren Dialog die drei Rollen. …”

Ist doch spannend, oder?

Aber zurück zum Zauberwort “Präsenz” bzw. “Achtsamkeit”: In dem Moment, in dem Du Dir darüber bewusst wirst, dass Du womöglich gerade eine dieser Rollen eingenommen hast, kannst Du z. B.

  • atmen und Dir einen Moment Zeit und inneren Raum verschaffen, um daraus bewusst zu agieren, statt weiterhin wie auf Knopfdruck und fremdgesteuert zu re-agieren.
  • innerlich einen Schritt zurücktreten und Dich gleichzeitig als Zeuge all dessen, was da um Dich herum, aber vor allem IN DIR passiert.
  • Dich selbst, so wie Du gerade bist, annehmen – wirklich annehmen, in Dein zartes offenes Herz.

Allmählich kannst Du aus dieser inneren “erweiterten Wahrnehmung” heraus ganz achtsam schauen, was für Impulse etwas zu tun oder nicht zu tun nun aus Deiner Präsenz auftauchen. Und daraus agieren, statt re-agieren. Du kannst Räume schaffen und Brücken bauen, statt Dich verbünden oder konkurrieren oder kämpfen “zu müssen”.

Du erahnst Möglichkeiten, kannst kreativ sein… überraschend… wunder-voll… schöpferisch…

Doch was, wenn es Dir in dem Moment nicht bewusst wird, sondern erst im Nachhinein?

Super! Dann freu Dich darüber, dass es Dir überhaupt aufgefallen ist. Akzeptiere und umarme Dich innerlich, anerkenne mitfühlend Dein Menschsein und erinnere Dich, dass Du ein*e Meister*in in Übung bist. Immer wieder. Sei JETZT präsent – mit Dir, mit dem Leben.

Und entspann Dich. Sei JETZT achtsam mit Dir und dem Leben, das DU bist…

Das Leben… unendlich variabel und facettenreich… fließend… sich ausprobierend und entfaltend…, das Du bist.

Verliebt ins Leben. Spürst Du es?

Deine Wurzeln nähren, klären und Raum schaffen

Herbst- und Winterzeit – Ahnenzeit.

Nach einem Frühjahr, das viel Neues und Ungewohntes mit sich gebracht hat und einem in diesem Jahr vielleicht nicht ganz so ausgelassenen Sommer kehrt nun der Herbst und demnächst wohl auch der Winter ein. Die Bäume lassen immer mehr ihr buntes Blätterkleid los und überall in der Natur kann man die allmähliche Einladung zur Einkehr spüren.

Auf meiner regelmäßigen Waldrunde begegnet mir in den letzten Tagen in einer alten, teils ausgehöhlten Wurzel immer wieder eine kleine Maus. Ganz aufmerksam und “bei ihrer Sache” (was auch immer das genau sein mag;-) läuft sie von hier nach da, verschwindet in dem einen Loch um kurz drauf in dem anderen wieder aufzutauchen. Tatsächlich wirkt das für mich wie “Großreinemachen” ihres Hauses als Vorbereitung für die Winterzeit. Die Zeit des Jahres, in der sich alles in der Natur eher in sich zurück zieht, loslässt, was momentan nicht mehr dienlich ist, die Stille genießt und die Kräfte in sich bewahrt – bereit diese, wenn die Zeit dafür ist, auch wieder im Außen lebendig werden zu lassen.

Ich hab ja bereits an anderer Stelle darüber geschrieben, dass ich die letzten Wochen eh schon in ähnlicher Weise genutzt habe. Ich habe mich nach innen gewendet, habe reflektiert und tatsächlich trotz der wilden Zeit im Außen viel Klarheit, innere Stille, Versöhnlichkeit (mit mir selbst, mit dem Leben, mit dem was ist, was nicht ist, was hätte sein sollen… … …) und auch immer mehr Friedlichkeit gefunden.

Denn genau dafür können wir diese Phase und die momentanen Energien des Jahreskreises nutzen: Unser “Haus”, sprich unser (Energie-)System klären und aus dem tiefsten Inneren nähren. Klarheit, Raum, Stille und Zufriedenheit ermöglichen – in uns und dem Feld, aus dem wir stammen, unserem Ahnenfeld. Mit offenen Armen und offenem Herzen die Dunkelheit umarmen, loslassen, was uns belastet und annehmen was unsere Wurzeln, unsere Lebendigkeit und unsere Kreativität nährt – von Innen nach Außen. Dem, was wir sind und denen, die den Boden für uns bereitet haben und die dabei ihr ureigenes Bestes gegeben haben, unsere Ehre erweisen. Ganz in diesem Moment.

Und ich kann Dir sagen: es lohnt sich!

Indem wir uns unseren Ahnen zuwenden, ihnen danken und sie ebenfalls umarmen, wenden wir uns auch wieder uns selbst zu. Und indem wir uns uns selbst zuwenden, mit offenem Herzen, wenden wir uns unseren Ahnen zu, als Teil von uns und unseres Lebens, als Teil des Lebens selbst…

…dessen Teil auch wir sind im Kreis des Großen Ganzen. Alles ist verbunden.

Somit schließt sich der Kreis auf einer Ebene und auf einer neuen Ebene kann Neues, Lebendiges die Zyklen des Leben erfüllen. Und wir folgen der Einladung des Lebens und vertrauen auf seine Rhythmen, wissend, dass die Jahreszeiten, Tag und Nacht, Licht und Dunkel in uns und alles was ist, Teil dieses wunderschönen einzigartigen Lebens ist.

Hier geht’s zur Anleitung des Ahnen-Rituals…
(das ich von dem Chasir (Schamanen) José Carlos Reyes Ravenna, aus der Tradition der peruanischen Nazca-Kultur, erlernt habe und als besonders schön, einfach und gleichermaßen kraftvoll empfinde.)

Heldenreise und Schöpfer-Sicherheit

Puh… die letzten Wochen waren echt sehr reich an Erfahrungen, v. a. inneren Erfahrungen.

Nach dem schönen Sommer, in dem ich nicht nur viel Zeit in der Natur genossen habe, sondern auch die vielen schönen Begegnungen – online wie offline –, den erfolgreichen Launch und die schönen Feedbacks zu meinem Online-Retreat “MARIPOSA-Transformations-Reise” sowie das Aufkeimen weiterer Inspirationen und Ideen zu den Themen “Selbst- und Potenzialentfaltung, schöpferischer* Energie, Heilheit, Flow, Lebendigkeit und Bewusstsein…” kam der Herbst. Und der hatte es für mich persönlich echt in sich!

(*bevor ich aber auf den Herbst eingehe: ich hatte mich eben oben verschrieben und statt “schöpferischer” habe ich “schöpfersicher” geschrieben… und ja, das ist für mein Empfinden definitiv das, worum es nun immer klarer geht: unsere Schöpfer-Sicherheit! Aber dazu gleich mehr…)

So… also…, es kam der Herbst und ich war einerseits so voller Offenheit und Ideen und andererseits so voller Bereitschaft, “mich” und meine Essenz in die Welt zu bringen… Allerdings hatte ich eine bestimmte Vorstellung davon, wie das vonstatten gehen sollte… 😉

Das Leben wiederum dachte sich scheinbar: “Ui, jetzt ist sie so offen und bereit, jetzt können wir sie auf ihre ureigene Heldenreise schicken.”

Und es schenkte mir ganz viele unterschiedliche Möglichkeiten, mich selbst besser kennen zu lernen und mehr über mich und “das Menschsein” zu lernen: Situationen, die mich triggerten, die mich zweifeln und fast verzagen ließen, die mich innerlich lähmten und mich abwenden ließen, in denen ich mich von scheinbarer Unmachbarkeit, Schwere und auch Trägheit beinahe überwältigt fühlte. Situationen, in denen ich merkte, wie ich mich und das Leben manchmal selbst limitierte oder boykottierte und die mich – von sanft bis vehement – dazu einluden, wieder einmal auf Selbsterforschungs- bzw. diese (innere) Heldenreise zu gehen.

Der Ablauf der Heldenreise ist meist von bestimmten “Stationen” gekennzeichnet:

  • Als erstes der Ruf,
  • dann oftmals eine Weigerung bzw. Widerstand,
  • dann der Übertritt über die Schwelle,
  • die Reise ins Unbekannte, manchmal auch verbunden mit dem Eintauchen in die Unterwelt, die (eigene) Dunkelheit,
  • dort Begegnungen mit Unterstützern, Mentoren und Gefahren und (inneren) Gegnern,
  • Überwindung der Gefahren bzw. Hindernisse
  • und Findung des Schatzes bzw. des Elixiers,
  • Rückkehr als gereifte Persönlichkeit, mit wertvollen Erkenntnissen und Erfahrungen – dem Elixier –, die er/sie nun mit der Gemeinschaft teilen kann…

Jo… und da die Tage eh kürzer und die Abende immer früher dunkler wurden, habe ich mich nach einigen Widerständen – bei mir persönlich Rückzug, Trotzigkeit und Schmollen – aufgemacht zu meiner Innenreise. Meine Ausrüstung bestand u. a. aus Geduld, Neugier, ein wenig detektivische Energie (als Kind wollte ich tatsächlich auch mal Detektivin werden:-) und der liebevollen Bereitschaft, nicht alles auf Anhieb verstehen zu müssen und gleichzeitig alles, was mir begegnen würde, als (momentanen) Teil von mir anzuerkennen.

Seiten um Seiten habe ich beschrieben, rekapituliert und reflektiert: Was erzähle ich mir über mich selbst? Was erzähle ich mir über die Welt und das Leben? Wie lauten meine Glaubenssätze? Warum triggern mich bestimmte Dinge momentan so sehr? Warum fühlte ich mich trotz Gesellschaft manchmal so verdammt alleine? Wieso ist das Leben so… wie ich gerade mit ihm haderte…?

Ich habe kontempliert, betrachtet, umarmt… hab mit Licht und Schatten getanzt, dem Trommeln meines Herzens gelauscht und geatmet…

Fragen über Fragen, Geschichten über Geschichten… Und je mehr die Geschichten, die ich mir selbst erzählte, Raum fanden und (von mir selbst) gehört wurden, umso größer und weiter wurde der Raum in mir… Nach und nach entfalteten sich Erkenntnisse, Offenheit, (Selbst-)Liebe und -Mitgefühl, Berührtheit, Zartheit, Kraft… Ein wunderbar sanftes, warmes, nährendes Leuchten erfüllte die Dunkelheit.

Und eben diese Dunkelheit, die ich zu Beginn “der Reise” von der Schwelle aus bzw. “aus der Ferne” noch unbekannt, womöglich unsicher und sogar gefährlich empfand, war plötzlich “einfach” nur noch Stille, Weite, Leere… der Raum, in dem alle Möglichkeiten und Schöpfungen ihren Ursprung haben, das manchmal als unendliches Nichts beschrieben wird, in dem gleichzeitig alles als Potenzial bereits vorhanden ist…

Das war nun also die Heldenreise… eine Etappe dieser Lebensreise, die mich immer mal wieder durchschüttelt, so dass ich meinen Weg und meine innere Haltung überprüfen und anpassen kann; so dass ich neue Antworten auf teils uralte Fragen finde; so dass ich immer wieder Offenheit und Akzeptanz üben und in Frieden sein kann mit ungelösten Fragen; so dass ich Liebe, Sicherheit und Präsenz in mir finden kann. Um daraus auch immer wieder neu zu schöpfen und zu wachsen.

Und was ist jetzt noch mit der “Schöpfer-Sicherheit”?

Ja… 🙂 Das ist eine der Zutaten für das Elixier.

Denn was durch solche Phasen im Leben immer wieder bewusst wird ist, dass wir tatsächlich Schöpfer*Innen sind! Auch, wenn wir es manchmal bezweifeln!

Wenn wir in einer friedlichen, liebevollen Welt leben wollen, u. a. weil wir uns im tiefsten Inneren zufrieden und geborgen fühlen wollen, tun wir gut daran, uns unserer schöpferischen Kraft bewusst zu sein und diese achtsam und mitfühlend zu nutzen.

  • Was wollen wir in die Welt hinein geben?
  • Womit wollen bzw. können wir im jeweiligen Moment die Welt bereichern?
  • Wie können wie unsere innere Fähigkeit der Alchemie nutzen?

Und während wir uns immer weiter darin üben und uns auf diese Weise unserer Gaben immer sicherer werden, können wir sie mit jeder Handlung (und auch durch unsere Haltung) verfeinern und nach und nach meistern.

Und wenn wir ganz tief in uns hinein spüren, dann spüren wir allmählich genau dieses Leuchten, das wir alle sind und das sich in die Weite, die wir ihm individuell und gemeinsam ermöglichen, verströmt.

Dieses Leuchten, das schöpferisches Leben ist…

…und das eine weitere Zutat für das Elixier ist. <3

Das Leben weiß, wie es geht… Lausche einfach…

Vielleicht kennst Du den folgenden sich selbst in Frage stellenden Satz auch? „Ich weiß nicht, wie es geht.“ oder alternativ „Ich muss erst noch besser/vollständiger/perfekter werden.”

Für mich persönlich ist „sich selbst in Frage stellen“ etwas anderes als „sich selbst gegenüber neugierig und offen und immer wieder bereit sein sich von sich selbst überraschen zu lassen“.

Mit einem oftmals resignierten oder ablehnenden „Ich weiß nicht, wie es geht“ limitieren wir womöglich uns selbst und das Leben, dass sich durch uns zum Ausdruck bringen möchte. Wir halten uns zurück in der Annahme, es erst (genau und bis ins kleinste Detail) wissen zu müssen, bevor wir den ersten Schritt gehen. 

(Kleine Randbemerkung: Die Aussage “Ha! Ich weiß genau, wie es geht!” verschließt einen manchmal ebenso vor neuen Möglichkeiten;-)

(((Und was sich hier jetzt vielleicht ganz locker flockig liest, habe ich in mir selbst schon wirklich oft erfahren…: „Mach doch einfach mal den ersten Schritt.“ *** „Waaas??? Ich weiß doch überhaupt nicht, wie das geht/gehen soll/gehen könnte.“ *** „Vielleicht entfaltet sich ja der Weg im Gehen?“ *** „Neiiiin, das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen! Und alles, was ich mir nicht vorstellen kann, ist in meiner Welt nicht existent! Ich brauche eine Bedienungsanleitung, einen Plan, eine Struktur!“ So oder so ähnlich klingt es manchmal… Momentan liest es sich ganz lustig und ich kann darüber lachen. In diesen Momenten, wo ich mittendrin bin, ist es 0,0 lustig ;-)))

Und ja! Eine Struktur braucht es! Die Frage ist nur, wie offen, flexibel und kreativ erlauben wir dieser Struktur immer wieder zu sein? Ist sie starr und unflexibel und eng und einschränkend? Oder ist sie offen und weit und einladend für Mögliches und Unmögliches?

Eine flexible „Struktur“, also eine Gedanken- oder Gefühlsform in und durch die unsere (fortwährend präsente) schöpferische Energie in die Welt fließen kann, könnten alternative, etwas anders formulierte Fragen oder Aussagen sein: „Wie könnte es gehen?“ Oder „Ich möchte herausfinden wie es geht.“ Oder „Ich bin offen dafür, was diesbezüglich möglich ist.“

Mit diesen Fragen oder Intentionen öffnen wir uns und erlauben uns Schritt für Schritt in den natürlichen Flow des Lebens hinein zu gleiten. In diesen Flow des Lebens, das uns immer mal wieder ins „Neuland“ führen möchte um sich zu erfahren und zu erkunden.

Und dann können wir lauschen… und in uns hinein spüren… präsent sein… was fühlt sich stimmig an? Wohin führt der Weg in die Erfüllung? Schritt für Schritt…

***
Man müsste so still halten können,
so vorsichtig hinhören
und so aufmerksam beobachten,
dass sich die ganze Welt auftut
und man alles an ihr
von innen versteht,
über alle Worte hinaus.

(Ulrich Schaffer)
***

Nach innen lauschen. Sich selbst zuhören – dem eigenen Herzen. Sich selbst vertrauen – der eigenen Seelenweisheit. An die Richtigkeit der innersten Wahrheit glauben.

Das ist der erste Schritt in ein selbstermächtigtes Leben.

Gib Dich frei…

„Ich will ja, aber ich kann nicht!“ …

Vielleicht hast auch Du Dich diesen Satz schon mal sagen oder denken hören? Ich persönlich kenne den ganz gut… Sei es, dass ich denke, mir fehlt noch etwas oder das Außen müsste anders sein oder oder oder…

Ob die Raupe wohl jemals an der Richtigkeit ihres Lebensweges und krassen Wandlungsprozesses zweifeln würde? Oder ob sie sich selbst und somit die Kraft des Lebens, das sie durchströmt, in Frage stellen würde?

Ob sich die Raupe wohl jemals zurück hält, indem sie sagt: “Ich weiß aber nicht, wie das geht.”?

Ob sich überhaupt das Leben selbst – diese Lebenskraft, die alles durchströmt – diese Fragen stellt oder mit diesen Zweifeln beschäftigt?

Oder obliegt das nur dem überaus kreativen und manchmal doch so limitierenden Verstand von uns Menschen?

Hach, Fragen über Fragen… 😉

Eine Möglichkeit wäre nun, sich auf die Suche nach Antworten auf diese Fragen zu begeben… Eine weitere Möglichkeit wäre, einfach mal zu sein bzw. zu machen – es könnte ja gut werden! :-)))

Spürst Du jetzt gerade dieses lebendige Pulsieren, vielleicht ganz sanft oder sehr kraftvoll? Kannst Du spüren, wie es Dich erfüllt, Dich immer wieder wandeln und entfalten lässt und sich durch Dich in die Welt verströmt und somit Dein Innen und Dein Außen verbindet – aus Dir heraus, zu einem großen lebendigen Ganzen.

Und gleichzeitig empfinde ich es so: Die Zeiten sind intensiv! Die Zeiten sind transformativ! Und wenn wir damit immer wieder präsent sind und uns mit unserer ureigenen Essenz verbinden, können wir schöpferisch und mit dem Leben fließend uralte Glaubenssätze und selbst-limitierende Energien erlösen.

Passender Weise begegnet mir in diesen Zeiten immer wieder der Schmetterling in seinen verschiedenen Facetten und er-innert mich daran, welche Wunder möglich sind, wenn wir in unsere natürliche schöpferische Kraft kommen bzw. wenn wir einfach der Lebenskraft, die eh durch uns fließt freien Lauf lassen.

Heißen wir das Leben, dieses teils so herausfordernde und wunderbare Abenteuer, willkommen. So wie es ist und finden darin neue Handlungsräume und die in ihm befindlichen Wunder. Vertrauen wir auf unsere uns schon immer lebendig machenden Ur-Kräfte, die sowohl eine winzige Mikrobe wie auch das gesamte Universum verlebendigen.

Denn wisse: DU bist willkommen! Deine Selbstentfaltung ist willkommen! Deine Schöpfungskraft ist willkommen!

WILLKOMMEN LEBEN!

In der zweiten August-Hälfte geht mein kostenloses 3-teiliges Urlaub-für-die-Seele-Angebot online: „Deine Mariposa-Reise. Er-finde Dich neu mit der mit der schöpferischen Energie des Schmetterlings.“

Gib Dich frei. Und sei so frei, wie Du bist.

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Der Ursprung, der Weg und das Ziel…

Wie magisch war das denn, bitte?

Gerade von einem schamanischen Seminar zurück gekommen, in dem es ein ganzes Wochenende um Heilung und neue (Selbst-)Wahrnehmung ging und am Tag drauf stehe ich morgens in einem am Vortag entstandenen Kornkreis ganz in der Nähe, wo ich wohne…!

Ja, das klingt jetzt so noch ein bisschen zusammenhanglos. Aber lass mich noch weiter erzählen:

Neben sehr intensiven Ei-Heilungs-Techniken und -Ritualen, die ich in den folgenden Tagen wunderbarer Weise auch gleich praktizieren und weitergeben durfte, ging es an diesem schamanischen Seminar-Wochenende für mich und eigentlich für uns alle, die in dem Kreis dabei waren, darum, sich zu erinnern, dass wir selbst der Mittelpunkt unseres jeweiligen Lebens sind. (Eine Podcast-Folge dazu mit Inspirationen und zwei angeleiteten Übungen gibt es auch;-)

“Mittelpunkt” ist in diesem Fall nicht ego-zentriert gemeint, sondern vielmehr als Erkenntnis, dass eben dieses, z. B. mein ureigenes Leben genau durch mich hindurchströmt, durch mich lebendig ist (im besten Falle;-) und sich aus mir und durch mich in die Welt entfaltet und verwebt und co-kreiert…

Sich selbst als Mittelpunkt des eigenen Lebens wahrzunehmen lädt also vor allem dazu ein, sich zu er-innern und anzuerkennen, dass wir dann, wenn wir diesen Platz mitten in unserem jeweiligen Leben eingenommen haben bzw. (immer wieder) einnehmen, aus unserer vollen jeweiligen Kraft schöpfen können. Wie auch immer diese Kraft sich gerade zeigt und anfühlt – manchmal zart, manchmal kraftvoll, manchmal wild, manchmal ganz still… Zentriert in unserer eigenen Mitte sind wir dieser Kraft und unserer Essenz und unserer Verbundenheit mit allem Leben gewahr und können diese dann bewusst und schöpferisch nutzen und sich entfalten lassen.

Und? Bekommst Du jetzt schon eine Ahnung, warum ich die Entstehung des Kornkreises (wie auch immer dies vonstatten ging) in Bezug auf die Erkenntnisse in unserem Seminar so magisch finde?

Naja, das war “nur” eine Sychronizität… Die zweite war folgende: Zur Bestärkung unserer eigenen Zentriertheit haben wir eine Übung bzw. eine schamanische Praktik gemacht, die ich von meinem langjährigen schamanischen Lehrer aus Peru, José Carlos Reyes Ravenna, gelernt habe. Dabei verbindet man sich mit seiner/seinem inneren Krieger/in, visualisiert (geistig) ein Ziel – in unserem Falle haben wir uns selbst, unsere Essenz… visualisiert – und trifft dieses Ziel dann mit (geistig visualisiertem) Pfeil und Bogen. (Diese Übung ist eine der angeleiteten in der oben bereits erwähnten Podcast-Folge.)

Und? Findest Du nicht auch, dass der Kornkreis auch ein bisschen aussieht, wie eine Zielscheibe?

Also ich fand das mega! Auch wieder mal die Erkenntnis, wie sehr wir tatsächlich alle mit allem, was ist, verbunden sind. Und wie sehr Informationen an verschiedenen Stellen bereits “im Feld” sind und mit entsprechendem Fokus auf unterschiedliche Weise sichtbar werden und sich so “in Form” bringen.

Die Energien, die im Feld sind, und somit auch in Dir, bringen sich in Form… durch Dich bzw. in Deinem Leben auf eine Weise, die Deiner momentaner Haltung und Weltsicht entspricht. In Resonanz mit Dir – und auch mit dem, was Du (momentan) aussendest.

Die Energien des Lebens bringen sich in Form, als Lebenskunstwerk. Und nichts und niemand ist aus Sicht dieses Lebens besser oder schlechter oder mehr oder weniger wichtig… Und so ist für mich auch der Kornkreis vor allem ein Kunstwerk des Lebens – auf welche Weise auch immer er gestaltet wurde.

Das Leben, das durch Dich fließt und das Du bist, bringt sich durch Dich, Deine Haltung, Deine Weltsicht und auf Deine ureigene Art und Weise in Form – und gestaltet diese Deine Welt. Das Leben er-lebt sich durch Dich, auf Deinem Weg.

Du bist der Ursprung, der Weg und das Ziel.☉

Ein Kreis für innere Anteile

Vielleicht kennst Du das auch? Manchmal fühlt es sich in unserem Inneren so durcheinander (oder vielleicht auch neblig oder stürmisch oder…) an, dass es total unangenehm ist. Und dann tendieren wir vielleicht dazu

  • vor diesem Chaos wegzulaufen (“Fluchtmodus/Flight”, vielleicht lenken wir uns ab mit Essen oder Fernsehen oder Social Media oder was auch immer…)
  • den Grund für diesen unangenehmen Zustand im Außen zu suchen und zu bekämpfen (“Kampfmodus/Fight”, vielleicht machen wir jemanden, der gerade in unserer Nähe ist oder momentane Umstände oder uns selbst/unser eigenes “Unvermögen” für die Situation verantwortlich, in dem Glauben, dass wenn dieser bekämpft ist, es in uns wieder friedlich wird (was durchaus kurzfristig und oberflächlich auch so sein kann))
  • innerlich (oder auch äußerlich) zu erstarren (“Totstellen/Freeze”), nach dem Motto “Ich bin so lange mucksmäuschenstill, bis das Chaos vorüber zieht. Dies mag womöglich auch irgendwie “funktionieren”, dient uns jedoch nicht wirklich in unserem inneren (emotionalen, seelischen und auch mentalen) Wachstum. Manchmal “verwechseln” wir vielleicht auch den “Freezemodus” mit Präsenz, jedoch fühlt es sich, wenn wir ehrlich sind, anders an, denn “Freeze” ist angespannt und Präsenz ist (je mehr wir uns darin üben) entspannt und offen.

Tja, aber was können wir jetzt mit all den inneren Stimmen, Meinungen und Anteilen machen, die zu diesem inneren Durcheinander oder Nebel führen?

Eine Möglichkeit, die ich sehr schätze, ist der Kreis bzw. Rede- und Hörkreis für die inneren Anteile, die gerade da sind.

Zur Erklärung, was ich damit meine, möchte ich kurz ausholen. Denn ich biete ja auch immer wieder verschiedene Kreise an, in denen Menschen zusammen finden, die einen achtsamen, wertschätzenden und bedingungslosen Umgang miteinander schätzen.

Wenn sich dann alle Teilnehmer (das sind oft ganz unterschiedliche Menschen, die da jeweils zusammenfinden) im Kreis Platz genommen haben und nach einigen Minuten alle an ihrem Platz “angekommen” sind, wird der Kreis eröffnet.

“Ankommen” meint auch, dass jede/r die Möglichkeit hat, für einige Momente die Augen zu schließen, den momentanen Rhythmus der eigenen Atmung, des Herzens und die Körperempfindungen wahrzunehmen und dass alles, was in diesem Moment in und an ihr/ihm gerade da ist, auch da sein darf. (Sei es die Frisur, die heute irgendwie doof aussieht oder das Loch in der Socke oder die Knoblauchfahne oder eine innere Unruhe, während alle anderen scheinbar so entspannt und verbunden sind, oder eine Traurigkeit, während scheinbar alle anderen fröhlich sind (oder ungekehrt) oder oder oder…

In diesem Kreis hat alles, was gerade da ist, eine wertvolle Berechtigung und findet Raum, sich auszudrücken und wird gehört.

Und mit diesem Commitment und dieser Präsenz und Offenheit der Teilnehmer wird die Schönheit des Gesagten spürbar – die Schönheit der Verletzlichkeit oder Kraft der Gefühle dahinter; die Schönheit der klaren oder zerbrechlichen Stimme; die Schönheit des im Gleichklang trommelnden oder wild und aufgeregt pochenden Herzens; die Schönheit des jeweiligen Gegenübers in diesem jeweiligen Moment, jenseits von Bewertungen und Vergleichen.

Und diese Erfahrungen sind sooo kostbar für alle Beteiligten. Denn es ist so spürbar, dass jeder Mensch, auch der, der noch so toll und erfolgreich scheint, Sehnsüchte und Wünsche hat. Es ist spürbar, dass das, was der eine vielleicht an sich nicht mag, vom anderen wertgeschätzt wird – was der eine vielleicht als Mangel empfindet, erscheint dem anderen als Schatz. Es ist spürbar, das jeder in seiner ureigenen Individualität “nur mit Wasser kocht” und dass keins dieser Wasser besser oder schlechter ist, weil es alles aus der selben Quelle stammt.

Und es muss nichts mit dem Gesagten gemacht werden. Nichts muss verbessert, verändert oder geheilt werden. Es findet einfach nur Raum. Wird gehört, gesehen, anerkannt… und kann sich schon allein dadurch ganz natürlich entspannen. In diesem Raum geschieht oft ganz ohne unser Zutun Transformation, Harmonisierung und Heilung.

So, nun aber zurück zu unseren inneren Stimmen und Anteilen, die wir natürlich auch in einen wertschätzenden achtsamen Kreis (in uns selbst) einladen können.

Alles, was wir hierfür brauchen, ist ein wenig Zeit und Raum für uns und etwas zu schreiben.

Dann setzen wir uns hin und spüren in uns hinein. Hier gibt es kein “richtig” und kein “falsch”. Wir vertrauen unserer Intuition und unserer inneren angeborenen Weisheit.

Welche Anteile/Stimmen sind jetzt gerade da? Welche Gefühle oder Körperempfindungen sind gerade spürbar?

Als ich diese Übung zum ersten Mal gemacht habe, war ich überrascht, wie schnell sich die inneren Anteile/Stimmen gemeldet haben, so als hätten sie nur darauf gewartet, endlich Raum für Ausdruck zu bekommen:

Da war eine erstarrte Angst darüber, sowieso immer das falsche zu machen. Trotz und Ablehnung schimpften “Es bringt doch eh alles nichts!”. Zweifel blickte hierhin und dorthin, verglich sich und breitete sich aus. Eine Angst darüber, immer zu spät dran zu sein. Schuld und Scham über die eigene Faulheit. Schüchternheit und Resignation. Selbstvorwurf, zu verträumt zu sein.

Und während sie alle meiner offenen Einladung folgten, ihren Platz im Kreis einzunehmen, kamen auch die Liebe, die Weichheit, das Mitgefühlt und die Annahme mit hinzu und nahmen Platz. (Mit ihnen hatte ich ehrlich gesagt gar nicht gerechnet, denn trotz aller Offenheit und Bereitschaft, hatte ich doch insgeheim mit einer Art “Kampf der Giganten” gerechnet und mich mutig auf eine Schlacht negativer Gefühle eingestellt;-)

Ich schrieb also alle Anteile/inneren Stimmen auf, als Teilnehmer dieses Kreises und ließ ihnen dann noch einige Momente Zeit, anzukommen (s. o.). Ich atmete einige Male tief und bewusst ein und aus, spürte meinen Körper und richtete bewusst meine Aufmerksamkeit darauf, jetzt offener Hör-Raum zu sein.

Dann lud ich den ersten “Teilnehmer” auf meiner Liste ein, sich zu äußern. Jede Stimme/jeder Anteil wurde als individuelle Persönlichkeit ernst genommen und hatte Raum, zu sprechen oder eben nicht. Und es gab die Vereinbarung, dass jeder aussprechen darf, dass niemand dem anderen reinquatscht und dass, wenn der jeweilige “Teilnehmer” fertig ist, noch einige Atemzüge Stille ist, damit auch die Essenz des Gesagten/Nicht-Gesagten Raum findet.

Quasi automatisch schreibend erfasste ich alles, was aus meinem Innersten – geordnet nach Anteilen – zum Vorschein kam. Es gab Anteile, die machten sich sprudelnd Luft und andere, die einfach nur gesehen werden wollten, aber eigentlich gar nichts zu sagen hatten. Jeder “Teilnehmer” wurde, nachdem er gesprochen hatte oder eben nicht, willkommen geheißen und für sein Teilen bzw. seine Anwesenheit bedankt.

Und auch hier war ich ziemlich überrascht, wie gesittet und wertschätzend die einzelnen Anteile sich ausdrückten und miteinander umgingen.

In vergleichsweise kurzer Zeit fühlte ich in mir tiefen Frieden, konnte jeden Teil verstehen, mit ihm mitfühlen und dadurch akzeptieren. Und mit der Akzeptanz konnte ich die ihm innewohnende Energie wieder ganzheitlich in mir an-nehmen und integrieren. Ich war nicht länger aufgespalten in Einzelteile, die einander bekämpften, einschränkten, lähmten, verwirrten oder was auch immer…

Ich war “das große Ganze”, in dem das alles stattfand: vor dem Kreis war es “aufgekocht” und während des Kreises beruhigte es sich wieder. So gewann ich in diesem Kreis ganz viele Erkenntnisse über mich, meine Glaubenssätze, meine Wünsche und Visionen und meine Fähigkeiten und Kräfte.

Vor allem erkannte ich (wieder einmal;-) sehr deutlich, dass ich alle Kapazitäten habe, all diese Anteile zu führen, zu lenken und, indem ich ihnen von Zeit zu Zeit präsenten Raum gebe, ihre Energien konstruktiv freizusetzen und schöpferisch und kreativ zu nutzen für die Gestaltung meines Lebenskunstwerks.