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Ein Leben in Leichtigkeit…

Je nachdem in was für einer Lebenssituation Du Dich gerade befindest, liebe*r Leser*in, mag dieses “Ein Leben in Leichtigkeit” für Dich vielleicht wie eine Provokation klingen. Oder vielleicht tendierst Du dazu, diese Aussage gleich in die “Licht-und-Liebe”-Schublade zu packen;-) Oder vielleicht bist Du gerade eh ganz offen und liest einfach mal weiter, weil Du immer öfter die Erfahrung gemacht hast, wieviel leichter sich Leben anfühlt, wenn man aus einer gewissen inneren Offenheit und Weichheit heraus schaut und lebt.

So oder so, es klingt vielleicht paradox – dieses Leben mit all seiner Schwere, die ja unbestritten auch da ist und all der Materie, die einen manchmal zu überwältigen scheint, in Leichtigkeit zu leben. Und ja, ist es auch.

Paradox.

So, wie das Leben selbst, wenn man es ganz nah an sich ran lässt. Dort, wo auch die scheinbaren Gegensätze des Lebens ganz nah beisammen sind. Wenn man sich erlaubt, mit dem Leben zu tanzen. … Mit dem Leben zu tanzen statt zu kämpfen.

In manchen Sprachen gibt es sogar nur ein Wort für “Tanz” und “Kampf”. Und in manchen Kulturen ist ganz deutlich, wie dicht Kampf und Tanz beisammen sein können, z. B. beim neuseeländischen Haka Tanz oder im brasilianischen Capoeira. (Oder in in manchen Kulturen, in denen vielleicht der Tanz eher ein Kampf ist;-)

Je nach Perspektive liegt also alles super nah zusammen.

Je nach Perspektive…

Bedeutet das also, dass ich (manchmal;-) die Wahl habe, das Leben als Kampf oder als Tanz zu sehen? Indem ich “nur” die Perspektive verändere?

Hm… ja. Würde ich schon sagen.

Vor einiger Zeit schien mir das Leben, mein Umfeld, einfach alles wahnsinnig zäh und dicht und ich fühlte mich regelrecht von Materie und verschiedenen äußeren Gegebenheiten überwältigt. (Wer “Die unendliche Geschichte” kennt: ein bisschen so, wie Atreju in den Sümpfen der Traurigkeit. Oder für “Herr der Ringe”-Gucker: wie Frodo im Netz der Riesen-Spinne…) Mal mehr, mal weniger, aber dennoch eine ganze Weile.

Und irgendwann sagte ich mir: “Ok, falls diese Zähigkeit nun mein Leben lang andauert, weil es irgendwie mit meinem Seelenplan zu tun hat, in Ordnung. Dann nehme ich das so an. Gleichzeitig committe ich mich darauf, es in Leichtigkeit zu er-leben!” Was für mich nicht bedeutet, es leicht zu nehmen im Sinne von ignorieren oder mich abwenden. Eher in einer offenen, beinahe neugierigen Zuwendung: “Wenn ich nicht wüsste, dass diese Zähigkeit, Dumpfheit, Eingeschränktheit… mich nervt, weil ich es jetzt lieber anders hätte… wie würden sich die Gefühle, die dadurch in mir auftauchen, anfühlen? Und wie würden sie sich anfühlen, wenn ich dafür noch keine Bezeichnung und kein Etikett parat hätte?”

Vielleicht ähnlich wie: Wenn Du nicht wüsstest, dass Du einst gelernt hast, eine schleimige warzige Kröte hässlich und eklig zu finden, mit was für einem Blick würdest Du sie dann betrachten? Würde es “hässlich” im hergebrachten Sinne überhaupt geben? Und wie wäre es dann mit dem “Hässlichen” oder dem, was Du in Deinem ureigenen Leben, an Dir und in Dir nicht magst?

Könnte vielleicht in genau dieser Fähigkeit, uns immer wieder neu und offen ein-zu-lassen, unsere sanfteste und gleichzeitig kraftvollste “Medizin” liegen? Eine unserer wichtigsten alchemistischen Zutaten, um “Blei” sich in “Gold” wandeln zu lassen?

Und vielleicht könnte aus dieser Offenheit unsere schönste Melodie aus unserem Innersten erklingen, als Beitrag zu diesem Tanz des Lebens… eines Lebens in Leichtigkeit.

***

(Am 6.4.21 beginnt ein weiteres Meditations- und Atem-Retreat mit dem Monats-Thema des April “Auf-Lösung / Erfinde Dich neu”. Dich erwartet eine Mischung aus Meditation und sanfter und kraftvoller Breathwork. Gerne kannst Du bis zum 8.4. kostenlos reinschnuppern bzw. Dich anmelden.)

Zuhause in der Liebe…

…und ebenso: die Liebe in mir, in Dir, in uns zuhause sein lassen… So, wie wir sind. So, wie wir waren und so, wie wir sein wollen… darum geht es für mein Empfinden momentan, in dieser Zeit und in diesem Jahr ganz besonders.

Ich habe in den Rauhnächten – in der Übergangszeit zwischen dem alten und dem neuen – für jeden Monat des Jahres 2021 (übrigens: von Herzen frohes Neues!) Inspirationen und Impulse wahrgenommen.

Meine Inspiration für Januar ist “Liebes-Infusion”. Irgendwie ein witziges, ungewöhnliches Wort, oder? Und eben darum hat es auch immer wieder meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen und ich hatte Freude daran mich auf unterschiedliche Weise damit zu beschäftigen.

Während ich vom Verstand aus betrachtet den Begriff anfänglich zwar sehr cool, aber auch recht abstrakt fand, hatte ich sehr bald ein inneres Bild: ein weiter klarer See mit ruhiger glatter Oberfläche lädt mich zu einem nächtlichen Bad ein. Der Himmel ist erfüllt von unzähligen leuchtenden Sternen, die sich in der Wasseroberfläche spiegeln. Hier kann ich mich aufladen, die Präsenz der Natur genießen; die Verbundenheit zu Mutter Erde und Vater Kosmos wahrnehmen; die Lebendigkeit allen Seins er-leben – und verkörpern.

Zum Thema “Verkörpern” kann ich Dir sagen, dass ich persönlich lange Zeit keine besonders innige Verbindung zu meinem Körper hatte. Ich war und bin ein sehr freigeistiger Mensch, sehr “spirituell” in dem Sinne, dass ich mich in den geistigen Dimensionen sehr zuhause fühle. Ich liebe es kreativ zu denken, für alles Mögliche und Unmögliche zu brainstormen, Ideen zu spinnen und zu weben, Inspirationen und Impulse in Worten oder Bildern zu formulieren, mich (geistig) auszudehnen, umher zu schweifen oder tief zu tauchen… meine Vorstellungsgabe ist sehr offen und reichhaltig mein Verstand ist ziemlich schnell und womöglich wäre ich auch eine gute Schachspielerin und hätte viele Züge im Voraus durchspielen können;-) Doch dementsprechend war mir “die Materie” oft zu schwer und vor allem zu langsam…

Als Kind habe ich oft über den Sinn des Lebens nachgedacht. Vieles schien für die Erwachsenen anstrengend und oft mit Leid oder Bitterkeit oder Traurigkeit verbunden. Dieses Leiden, diese Traurigkeit, habe ich auch in mir gespürt, konnte es aber nicht verstehen – wie denn auch? Und irgendwie hatte ich immer das Gefühl: “Da fehlt was.” oder “Da ist noch mehr.”

Dann war diese Frage viele Jahre lang eher weit im Hintergrund und vor ca. 13 Jahren “rief” mich etwas in meine Spiritualität “zurück”. Heute würde ich sagen, es war/ist meine Seele;-) Wurde doch nach einem mehrwöchigen Krankenhaus-Aufenthalt in mir die Frage nach dem “Was ist da noch?” wieder lauter.

Ich lernte, meinem Spirit, dem freien Geist, zuzuhören und bereiste mit ihm und durch ihn (sie;-) die unterschiedlichsten geistigen Welten und Dimensionen… Und genoss die (innere) Freiheit, die ich in Verbundenheit mit der “Spiritworld” erfuhr.

Lange Zeit jedoch waren diese beiden Welten, die spirituelle und die materielle, für mich zwei unterschiedliche Welten. Das Spirituelle hatte nur in bestimmten Kreisen Raum in der materiellen Welt meines Er-Lebens und auch das Materielle konnte seinen Platz in der spirituellen Welt nicht so recht finden. Und aufgrund der Schwere, Dichte und Langsamkeit, die ich immer noch sehr oft im Irdischen empfand, richtete ich meine Aufmerksamkeit lieber auf das Geistige, das ich eher “da draußen” oder jenseits des Alltäglichen verortete.

Seit geraumer Zeit “ruft” mich nun die “Materialität” zurück – und lädt mich ein, meinen Spirit und meine Seele HIER und JETZT mehr und mehr im Leben, im Körper, in den verschiedenen Formen des Alltags sein zu lassen – zu verkörpern.

REUNION – reunite Spirit and matter. Materie und Spirit sich vereinen lassen. Oder vielmehr ihre Einheit mehr und mehr an-erkennen – und leben!

Die Schwere, die Dichte und die Langsamkeit umarmen, ebenso wie die Leichtigkeit und Flexibilität. Gefühle von Traurigkeit und Leid ebenso willkommen heißen wie Freude und Genuss. Draußen und drinnen durchdringen und als Ganzes, das einander beeinflusst und kreiert, wahrnehmen.

Und was hat das jetzt mit Liebes-Infusion zu tun? Na klar:-) Lieben, was ist. Darum geht es! Das bedeutet nicht, dass wir Dinge nicht auch als nicht gut, nicht annehmbar oder nicht stimmig bewerten können oder dürfen. Das bedeutet auch nicht, dass wir zu allem, was wir als unrecht oder falsch empfinden, “ja und Amen” sagen müssen.

“Lieben was ist” bezieht sich als allererstes auf das eigene Innere! Denn warum können wir denn oft Dinge, die im sogenannten Außen vor sich gehen, nicht ertragen? Weil wir die Gefühle, die wir dadurch IN uns erleben, nicht ertragen können? (Ich persönlcih kannte lange Zeit nur die beiden Alternativen “Mitleid” oder “Ablehnung”/”Abspaltung”. Heute lerne ich immer mehr, was “Mitgefühl” wahrhaft bedeutet.) Und wir müssen jetzt auch nicht mit unseren krassesten Gefühlen beginnen und krampfhaft versuchen, Gefühle aus traumatischen oder sehr schmerzhaften Erfahrungen zu lieben.

Lass uns im Kleinen beginnen, ganz sanft und behutsam – liebevoll mit uns fühlend und mitfühlend… Kannst Du die Gefühle lieben, die in Dir auftauchen, wenn Du wieder viel zu viel Süßes gegessen hast? …wenn Du etwas gemacht hast, was Du eigentlich gar nicht machen wolltest? …Wenn Du eine Verpflichtung eingegangen bist, von der Du schon vorher wusstest, dass sie nicht stimmig für Dich ist? …wenn Du Dich zu viel xy findest? wenn Du Dich zu wenig yz empfindest? …wenn Du wütend bist… oder traurig… oder genervt… oder abweisend… oder verbittert? …wenn Du leidest? …oder oder oder…

Kannst Du Dich selbst lieben, für die Art und Weise, wie Du bist… wie Du Dein Leben lebst? Kannst Du Dich auch selbst lieben, wenn Du spürst, dass Du es Dir anders wünschst, aber nicht weißt, wie das gehen könnte oder Du Angst vor Veränderung hast oder…?

Das Abwenden dieser Anteile von der Liebe, Deiner Liebe (auch im ganz simplen Sinne von Akzeptanz, An-Erkennung) führt eben in das Gefühl von Getrenntheit. Und das wiederum führt oft in Empfindungen von “Hier/Mit mir stimmt was nicht.”, “Es sollte anders sein.”, “Das Leben ist gegen mich.” und andere Zwei-fel.

Indem wir mehr und mehr anerkennen, dass auch diese Anteile der Liebe – unserer Selbst-Liebe – wert sind, werden wir innerlich weiter und weicher. Angespannte, limitierende oder festhaltende Energien können sich in dieser inneren Weite ganz natürlich entspannen, nach und nach wieder ins Fließen kommen und sich allmählich transformieren und integrieren.

Und je besser wir diese Anteile in uns aner-kennen-lernen, umso mehr sehen wir, dass sie jenseits der unterschiedlichen Bewertungen auch “nur” Energie sind. Wobei das “nur” hier ein Ausdruck von Gleichwertigkeit ist. Alles ist Energie, doch zugegeben, Energie, kann sich sehr unterschiedlich anfühlen.

Was wäre, wenn Du Dich bei einem unangenehmen Gefühl, das Du in Dir wahrnimmst ganz offen und bereit für Selbsterforschung fragst: “Wie würde sich dieses Gefühl anfühlen, wenn ich nicht wüsste, dass es XY ist?” Und ich lade Dich ein, mal in Deinen Körper hineinzuspüren. Wo in Deinem Körper nimmst Du dieses Gefühl wahr? Und wie fühlt es sich dort an? Kannst Du es mit Worten beschreiben, die jemand versteht, der die Namen, die wir den unterschiedlichen Gefühlen gegeben haben, nicht kennt? Fühlt es sich leicht oder schwer an, sanft oder hart, wie eine sprudelnde Quelle oder wie ein stehendes tiefes Gewässer, wie ein warmer Frühlingstag oder wie ein loderndes Feuer, wie eine sanfte Brise oder wir ein Hurricane…? Du wirst merken, wie kreativ Du bist;-)

Und merkst Du noch was? Merkst Du, wie wundervoll die Erfahrung unterschiedlicher Gefühle in Deinem Körper sich anfühlen kann? Und “wundervoll” meine ich tatsächlich im wortwörtlichen Sinne: Ist es nicht ein Wunder? Dieser Körper, so schwer und dicht und unflexibel er sich vielleicht manchmal anfühlen mag im Vergleich zum flinken Verstand und zum freien Geist – ist er nicht ein Wunder? Ebenso, wie die Welt ein Wunder ist. Die materielle Welt als Form gewordene schöpferische Kraft.

Und vielleicht kannst Du mit der Zeit – noch so ein Thema, mit dem freigeistige Menschen wahrscheinlich echt ein Thema haben;-))) – wahrnehmen und Dich er-innern, dass Du Dich einst ganz bewusst entschieden hast für diesen Körper, dieses Leben, diese Welt. Und dass Du in jedem Moment die Fähigkeit und die Kraft hast, Dich, Dein Leben, die Welt zu gestalten. Und ja, manchmal scheint es zäh; manchmal scheint es unendlich langsam; manchmal scheint es super schwer… aber es IST möglich.

Die Liebe, die bedingungslose Liebe zu sich und zum Leben selbst, macht es möglich.

Und so komme ich auch schon langsam zum Rauhnachts-Impuls für den Februar: Ausrichtung. Aber das hat noch ein wenig Zeit;-)

Erstmal freue ich mich auf die unterschiedlichen Liebes-Infusionen im Januar. Und das gemeinsame Praktizieren und Erforschen im kommenden 3-wöchigen Online-Retreat “A Return to (Self-)Love”.

Ich wünsche Dir einen wunderschönen Start in DEIN Leben in diesem Jahr. Wie auch immer Du es er-leben und gestalten magst: You are worthy! <3

Hier (bzw. auf Instagram und Facebook etwas ausführlicher) findest Du übrigens alle Rauhnachts-Impulse für die 12 Monate in 2021 (in umgekehrter Reihenfolge;-)

Von Herzen alles Liebe und bis demnächst!

Who Am I?

Wer bin ich?

Unendliche Leere. 
Unendliche Fülle.
Sowohl als auch.

Alles ist da.

Weit und eng,
Leicht und schwer.
Gleichzeitig.

Alles ist.

Sanft und kraftvoll,
Hell und dunkel.
Genau hier.

Jetzt

Atme ich
Ein und aus.
Atme das Leben.

Das Leben atmet
Durch mich.
Fließt in sich

Hinein…

Ich lasse mich ein.
Auf das Leben.
In mich selbst.

Tauche ab
Bis zum Seelengrund.
Grundlos.

Tauche auf
Und bin da.
Ganz nah.

Das Ziel
Ist in mir.
Angekommen

Mache ich mich wieder auf…

***

Kennst Du das auch? Den Wunsch, die Sehnsucht, endlich anzukommen und zu wissen wer oder was Du wirklich bist – endlich anzukommen in Dir selbst.

Und kennst Du auch das? Das Gefühl ganz DA zu sein, zuhause in Dir, mit Dir, mit dem Leben. Angekommen.

Um Dich dann – irgendwann – wieder aufzumachen. Um erneut zu erforschen wer oder was Du bist, jenseits dessen, was Du Dir vertraut gemacht hast.

Das Leben scheint ein Wechselspiel zu sein zwischen Ankommen und Aufbrechen, Bekanntem und Neuland, Suchen und Finden, Einatmen und Ausatmen…

Allein – All-Eins… und Unzähliges dazwischen.

Bewusst und unbewusst. Innerhalb und außerhalb. Grenzen überwindend. Grenzenlos.

Im unendlichen Raum des Seins – Gewahr-Sein.

Das Leben fließt, gestaltet sich, lässt sich gestalten. Es erschafft neue Formen – auch durch Dich. Und es begibt sich bedingungslos in die Form, die ihm zur Verfügung gestellt wird – Deine innere Haltung ist die Blaupause für die Form, in die Dein Leben fließt. Gleichzeitig wandelt es die Form beständig und von Anfang an – ist wandelbar. Das Leben fließt, verändert, vollendet und erlöst sich – und erfindet sich immer wieder neu.

Bewusst und unbewusst. Immer schöpferisch. In jedem Moment zu sich selbst zurück kehrend.

“Stirb und werde.” Hier und jetzt.

Erlaube dem Leben, Dich zu führen. Unvorhersehbar. Mit Deiner inneren Haltung als Kompass.

Ermächtige Dich selbst in Deine unendliche Wandelkraft. Mit jedem Atemzug. Komme an. Vertraue dem Leben. Vertraue Dir selbst. Mache Dich auf. Finde Dich. Erkenne Dich. Erfinde Dich neu.

Erlaube dem Leben, sich zu führen. Unvorhersehbar und somit perfekter als Du es Dir jemals vorstellen könntest.

Er-Lebe es.

Du bist.

Leben.

Das.

Was ist.

Lebendiges Gewahr-Sein.

Er-Innere Dich.

Dankbarkeit “schenken”…

Oder “Adventskalender”-Inspiration

Heute ist der erste Advent, die staade Zeit beginnt. Und übermorgen darf das erste Türchen im Adventskalender geöffnet werden, sofern Du einen hast.

Und egal ob ja oder nein oder ob Du Adventskalender-Fan bist oder nicht oder ob Du schon einen oder mehrere Adventskalender gebastelt oder wie auch immer vorbereitet hast oder oder oder…, möchte ich Dich hier gerne zu einem “Adventskalender” der anderen Art inspirieren:

Einen Adventskalender, bei dem Du jeden Tag Dankbarkeit schenkst.

Dankbarkeit für die Erde, die uns trägt… Dankbarkeit für die Natur, die uns mit ihren Reichtümern beschenkt… Dankbarkeit für all die Wesen – andere Menschen, Tiere, Pflanzen, Steine, die Elemente – die uns womöglich in noch so kleinen Begegnungen ein Lächeln ins Gesicht und Freude ins Herz zaubern… Dankbarkeit für Situationen, in denen wir Herzen berühren… Dankbarkeit für die kleinen und großen Wunder in unseren Leben… für das Wunder, das unser Leben ist… jedes einzelne Leben…

Je mehr Du darüber sinnst, umso mehr Gründe für Dankbarkeit in jedem Moment werden Dir einfallen… Unendlich viele Gründe, die Dein Leben – gleichzeitig mit allen Herausforderungen, die Du vielleicht gerade erlebst – wundervoll und wertvoll erscheinen lassen.

Vielleicht magst Du z. B. 24 gesammelte Steine oder Blüten oder Zapfen oder Muscheln oder kleine Kristalle oder Rosinen oder Nüsse oder was auch immer Dir einfällt und stimmig für Dich ist nehmen und jeden Tag ganz bewusst eine/n davon der Natur schenken – als Dein persönliches Dankeschön an das Leben. “Natur” kann sein: Park, Wald, Wiese, Balkon, Topfpflanze/Erde, Grünstreifen…

Das Wertvollste und Schönste in diesen 24 Zeichen, die Du setzt, ist Deine innere Haltung und Dein Gefühl von Dankbarkeit – ganz gleich, wie einfach oder aufwändig oder kurz oder lang Du dieses kleine tägliche Ritual dann zelebrierst.

Alternativ oder zusätzlich könntest Du auch jeden der 24 Tage bis Weihnachten nutzen und jemandem (und/oder Dir selbst;-) ein schönes Kompliment machen oder einfach ein Lächeln schenken oder sonst eine kleine Freude bereiten oder für einen Moment Deine ungeteilte Aufmerksamkeit schenken. Auch solche Gesten sind Ausdruck von Dankbarkeit und Präsenz und Liebe zum Leben.

Und wer weiß, vielleicht hält ja das Leben als Dankeschön an Dich seinerseits das eine oder andere Geschenk für Dich bereit?

Lassen wir uns überraschen… Viel Freude dabei <3

Verbundenheit mit dem Fluss des Lebens…

Verbundenheit… Immer wieder. Und immer wieder neu.

Das ist Lebenskunst. Das ist gelebte Spiritualität im Alltag – Spirit in Materie.

Manchmal weniger oder weniger augenscheinlich und manchmal mehr oder mehr wahrnehmbar für unsere alltäglichen Sinne. Doch immer ist diese Verbundenheit da, zeigt sich auf jeweils individuelle, der Situation entsprechende Weise und in der bewussten und neugierigen Begegnung mit dem, was sich zeigt, können Heilheit, Magie und zutiefst verbundene Berührung er-lebt werden.

Die folgende Erzählung ist eine Inspiration, eine Einladung. Vielleicht magst Du mitkommen auf eine kleine Reise zum Fluss des Lebens – zu einem Teil davon – und vielleicht magst Du Dich inspirieren lassen und begibst Dich selbst einmal auf eine ähnliche Reise… Das Leben hält zu jeder Zeit alles bereit.

Die Zeichen hätten besser nicht sein können;-) – mit einer Regenbogen-Reflexion in den Wolken machte ich mich auf an einen kleinen Fluss im Wald. Ich wollte ein paar Steine, die ich vor einiger Zeit für eine Steinspirale gesammelt hatte zurück an “ihren” Platz in der Natur bringen.

Noch während ich die Steine an diesen Ort schleppte, kam mir in den Sinn, wieviele Menschen (so wie immer wieder und gerade ganz deutlich;-) ich einen Ballast mit sich herum trugen, der gar nicht wirklich ihrer ist, sondern womöglich nur geliehen – Übernommenes aus der Familie und dem Umfeld und dies vielleicht sogar schon seit vielen Generationen weitergegeben. Und aus verschiedensten Gründen für bestimmte Zeiten brauchen wir dieses gewichtige Gepäck in Form von Glaubenssätzen, Annahmen, Erwartungen, Meinungen, Gewohnheiten, Identifikationen u. a. sogar, doch irgendwann hat es teilweise oder gänzlich ausgedient und dann können wir es ablegen.

Wir können es ablegen und wir können es sogar wertschätzen, schließlich hat es uns gedient, hat uns zu der/dem gemacht, der/die wir nun sind. Wir haben uns darüber identifiziert. Es hat uns auf seine Weise mit unserer Herkunft verbunden. Und nun können wir es anerkennen, davon lernen und daran wachsen und ablegen. Auf dass die Elemente der Natur die Energien an ihren ursprünglichen stimmigen Platz heimkehren oder sich wandeln lassen. Auf dass Altes auf ganz neue Weise eine stabile fruchtbare Basis schafft für das, was sich aus dem Innersten entfalten möchte.

So übergab ich nun dem Wasser und dem Flussbett “meinen geborgten Ballast”, bedankte mich und spürte auf allen Seiten Dankbarkeit und Versöhnung über die Heimkehr. Und spürte auch, wie ich diese Dankbarkeit für das Leben, für seine leuchtende Essenz und die erfüllende Herzenswärme teilen wollte – mit meiner Vergangenheit, mit meinen Ahnen, mit denen, die vor mir waren…

Ich ging stromaufwärts und begab mich immer weiter in die Vergangenheit. Entlang an dem kleinen Fluss, der für mich nun zu meinem Fluss des Lebensgeworden war.

Teile des Weges waren sanft und beschwingt, Teile waren beschwerlich und voller Gestrüpp und Dornen. Es gab Hindernisse zu überwinden und kleine und große Wunder der Natur zu bestaunen. Mal war ich ganz in mich versunken und “allein”, mal habe ich mich begleitet und im Kreis der Vielen gefühlt. Und der Fluss sang sein Lied und das Leben sang sein Lied, verliebt in den Moment.

Irgendwann kam ich an eine Stelle, die ich intuitiv für mich als “meinen Ursprung” markierte: ein über den Bach gestürzter Baum, über den ich die Uferseiten wechselte und vom “Weg der Steine” auf den “Weg der Rosen” gelangte. Ich verweilte dort einige Momente, genoss die Aussicht auf die Möglichkeiten, die vor mir lagen und kehrte stromabwärts zurück ins “Hier und Jetzt”.

Und mir wurde wieder einmal so bewusst: Das ist die Fülle des Lebens, das ist Lebendigkeit und Verbundenheit, das ist Frieden, Freiheit – das, was man nur im Innen finden kann.

“Das” ist im Grunde von überall aus und in jedem Moment er-lebbar. Und ganz besonders in der Natur, die uns auf mannigfaltige Weise unsere eigene jeweilige innere Natur in unendlichen Facetten er-innert.

Kommst Du?

Du möchtest Dich gerne selbst aufmachen auf die Reise zu Deiner ureigenen Verbundenheit mit dem Fluss des Lebens?

Du wünschst Dir, mehr “hier” anzukommen, um Deinen Platz im Leben noch bewusster einzunehmen?

Du hast gerade ganz konkrete Themen mit denen Du Dir Harmonie und Versöhnung wünschst, um ungeahnten Möglichkeiten in Dir Raum zu geben?

Du wünschst Dir Begleitung auf Deinem Weg?

Dann kontaktiere mich gerne für ein 20-minütiges Informations- und Impulsgespräch. (Online und offline möglich)

Das WESENtliche ist unsichtbar.

Und doch ist es immer DA.

Wer bist Du?

…fragst Du Dich vielleicht manchmal, wenn Du in den Spiegel blickst.

Wer bist Du wirklich?

…fragst Du Dich vielleicht nur selten, wenn Dir jemand gegenüber steht. Und vielleicht fragst Du Dich das noch seltener, wenn dieses Gegenüber so ganz anders zu ticken scheint, als Du. Oder, wenn Du Dich von Deinem Gegenüber nicht gesehen oder gehört oder verstanden fühlst. Oder auch, wenn Du von Deinem Gegenüber etwas ganz Bestimmtes willst oder erwartest.

Und vielleicht fragst Du dann auch Dich selbst nicht mehr “Wer bist Du?”, denn oftmals, auf einer mentalen oder auch unangenehmen oder schmerzhaften emotionalen Ebene im Leben scheint “ganz klar” zu sein, wer oder was man selbst oder der/die Andere ist.

Hier könnte ich jetzt wahrscheinlich unendlich viele Rollen auflisten, mit denen wir uns oder die Anderen so manches mal, wenn wir uns emotional verstrickt fühlen, identifizieren. … Und all diese Rollen lassen sich womöglich in ihrer Grundstruktur auf die Rollen des Opfers, des Täters und des Retters herunterbrechen.

Und ja, immer wieder nehmen wir alle verschiedene Rollen im Leben ein – unterschiedliche Ausdrucksformen des Lebens. Wir sind Frau, Mann, Mutter, Vater, Schwester, Bruder, Kind, Partner:in, Unternehmer:in, Angestellte:r, Freund:in, Kolleg:in, Berater:in, Ingenieur:in, Künstler:in, Handwerker:in, Geschichtenerzähler:in, Zuhörer:in, … und in diesen oder anderen Rollen finden wir uns auch immer mal in den Rollen von Opfer, Täter oder Retter wieder.

Doch wie frei können wir wahrhaft sein, wenn wir uns dauerhaft mit solchen Rollen identifizieren?

Bestimmt haben wir alle in unterschiedlicher Intensität schon diese Rollen erfahren und er-lebt: Traumata z. B. entstehen aus Erfahrungen, in denen wir uns als Opfer erleben mussten, in denen uns in irgendeiner Weise Gewalt angetan wurde – mental, emotional oder sogar physisch – und indem wir uns in unserem ureigenen Tempo dafür öffnen, diese Wunden in uns zu heilen (natürlich je nach Intensität auch mit therapeutischer Unterstützung), können wir uns auch wieder mehr und mehr der Welt öffnen und uns im Leben stabilisieren. Und irgendwann unsere Identifikation ablegen.

Nicht geheilte bzw. nicht wahrgenommene oder anerkannte (innere) Wunden führen womöglich dazu, dass wir uns unbewusst immer wieder in die Täter- oder Retter-Rolle hineinbegeben – oftmals, weil wir unseren eigenen Schmerz nicht ertragen können und diesen entweder im Außen wahrnehmen und dann (unbewusst) provozieren oder im Außen “retten” (=heilen) wollen, in dem (unbewussten) Wunsch, dadurch unseren eigene Verwundung zu heilen.

Wie frei können wir wahrhaft sein, wenn wir nicht offenen Herzens und versöhnlich mit uns selbst und mit der Welt anerkennen, welche festgefahrenen oder mehr oder weniger unterschiedlichen Rollen wir immer wieder einnehmen oder welche Rollen wir eigentlich niemals einnehmen wollen/wollten – und wenn wir ehrlich zu uns sind, uns dann doch darin befunden haben?

Womöglich findet sich ja zu seiner stimmigen Zeit mitten im Er-Leben einer dieser Rollen Freiheit und Heilung und (innerer) Frieden und die Erkenntnis mehr zu sein, als diese limitierende Sichtweise auf sich selbst und das Leben. So dass sich das System entspannen und weiten kann, so dass Energien – Lebenskräfte – freier, mitfühlender und lebendiger fließen können.

Vielleicht ist es aber gleichermaßen eine Möglichkeit, sich immer wieder an diese Frage zu er-innern, sowohl sich selbst als auch anderen und der Welt gegenüber: “Wer bist Du?”, wer bist Du wirklich? Wer bist Du, jenseits Deiner Meinungen, Deiner momentanen Sichtweise über Dich und die Welt? Wer bist Du jenseits Deiner Erfahrungen, Deiner Geschichte, Deiner Gedanken und Deiner Emotionen?

Du bist so viel mehr! Wir alle sind so viel mehr! Die Welt ist so viel mehr!

Jede:r Einzelne ist unendlich facettenreicher Ausdruck des Lebens! Und jede:r Einzelne ist im Fluss dieses Lebens verbunden mit etwas Größerem – dem Großen Ganzen. Und auf diese Weise ist jede:r Einzelne auch verbunden mit Dir – so wie Du verbunden bist mit Allem.

Vielleicht magst Du Dich ab und zu öffnen?

Für die Möglichkeiten, die Dein Intellekt sich momentan noch nicht vorstellen kann. Für die Möglichkeiten der Weite und des Raums, die wir in uns tragen. Für das, was Du auf den ersten (und vielleicht auch auf den zweiten und den dritten Blick) noch nicht wahrnehmen kannst.

Vielleicht magst Du Dich immer wieder öffnen, gerade in Momenten, in denen Du Dich lieber wegdrehen oder verschließen möchtest?

Für die Wertschätzung allen Lebens, das Mitgefühl und die bedingunslose Liebe von Freude und Schmerz, Glück und Traurigkeit, Weite und Enge, Leichtigkeit und Schwere… die bedingungslose Liebe so vieler unterschiedlicher Facetten, als das, was sie sind: Ausdruck des Lebens in irgendeiner einzigartigen Form.

Verliebt ins Leben…

…das ist ein Ausspruch, den ich gerne mal benutze, wenn ich so richtig glücklich und dankbar bin, für das, was ist! Hach… :-)))

Doch manchmal fällt es mir schwer, diese Verliebtheit ins Leben zu spüren und dankbar zu sein, weil…

…ja, weil… und diese “Weils” kennst Du vielleicht auch:

  • weil es anders sein sollte!
  • weil ich es mir anders vorgestellt/gewünscht/erhofft habe.
  • weil es unangenehm oder ungewohnt wirkt.
  • weil ich mich damit nicht wohl fühle…
  • weil ich grad scheiße drauf bin… :-/
  • weil so vieles oder alles um mich rum grad scheiße ist… :-/
  • weil… und überhaupt!
  • … grmpf…!

Was aber, wenn es möglich ist, sich tief verwurzelt und unermesslich in das (eigene) Leben zu verlieben, es sich entfalten zu lassen, ihm zu vertrauen… und ihm zu folgen. Einfach so.

Krass, oder? … Und? Wie soll das gehen? 😉

Tja, das könnte jetzt herausfordernd sein, denn das Zauberwort lautet “Achtsamkeit”. Ein Synonym dafür könnte sein: “Präsenz”.

“Tse…!” denkst Du Dir jetzt vielleicht und “Das ist doch nicht herausfordernd!”

Und weißt Du was? Genau so denke ich auch, wenn ich morgens ganz entspannt beim Kaffee darüber nachdenke oder wenn ich mit den Hunden im Wald bin oder wenn ich meditiere oder oder oder…

“Ist doch eigentlich ganz einfach…!”

…Und dann habe ich z. B. eine hitzige Diskussion mit jemandem und keiner von uns ist bereit, seinen Standpunkt zu verlassen oder ich verbringe den ganzen Tag in einer Warteschleife, weil sich niemand für meine Frage zu meinem Telefonanschluss zuständig fühlt oder ich mache mir Sorgen um etwas oder jemanden… oder oder oder…

Und dann bin ich raus – aus der Präsenz… bin Opfer, Täter oder Retter… oder bin Opfer und möchte lieber Retter sein… oder bin Täter und Opfer gleichzeitig… oder deklariere mein Gegenüber oder “die Anderen” zu Opfern oder Tätern… oder zu Rettern… oder oder oder…

Und dann? Bin ich mitten drin – im “Drama-Dreieck”… habe vergessen, dass das Leben mich liebt und dass ich das Leben liebe oder denke vielleicht, dass ich “etwas machen” müsste, um mir diese Liebe (wieder) zu verdienen…

Wikipedia schreibt dazu folgendes: “Das “Dramadreieck” beschreibt ein Beziehungsmuster zwischen mindestens zwei Personen, die darin die drei Rollen einnehmen:

  • Opfer
  • Täter oder Verfolger
  • Retter

Zwischen den Spielern gelten „Regeln“ der Rollenerwartung, die vom Rollenträger durch die Wahl einer Rolle unwillkürlich befolgt werden. Dabei übernehmen die Beteiligten diese Rollen aus der inneren Notwendigkeit des Musters heraus, sie „spielen“ diese Rollen (sie „sind“ nicht die Rollen).

Die Muster des Dramadreiecks paaren sich oder konkurrieren gleichzeitig mit persönlichen Mustern der Beteiligten. …

Im Dramadreieck gibt es keinen festen Anfang oder Einstieg und auch kein feststehendes Ende. Ebenso schnell können sich die eingenommenen Positionen wieder verändern. Im Laufe dieses Musters kann es zu plötzlichen Rollenwechseln kommen. …

Meistens sind die drei Rollen auf drei Personen verteilt. Aber auch zwei Personen können die drei Rollen abwechselnd untereinander verteilen. Das Dramadreieck lässt sich auch alleine spielen. Dann übernehmen einzelne Persönlichkeitsaspekte in einem inneren Dialog die drei Rollen. …”

Ist doch spannend, oder?

Aber zurück zum Zauberwort “Präsenz” bzw. “Achtsamkeit”: In dem Moment, in dem Du Dir darüber bewusst wirst, dass Du womöglich gerade eine dieser Rollen eingenommen hast, kannst Du z. B.

  • atmen und Dir einen Moment Zeit und inneren Raum verschaffen, um daraus bewusst zu agieren, statt weiterhin wie auf Knopfdruck und fremdgesteuert zu re-agieren.
  • innerlich einen Schritt zurücktreten und Dich gleichzeitig als Zeuge all dessen, was da um Dich herum, aber vor allem IN DIR passiert.
  • Dich selbst, so wie Du gerade bist, annehmen – wirklich annehmen, in Dein zartes offenes Herz.

Allmählich kannst Du aus dieser inneren “erweiterten Wahrnehmung” heraus ganz achtsam schauen, was für Impulse etwas zu tun oder nicht zu tun nun aus Deiner Präsenz auftauchen. Und daraus agieren, statt re-agieren. Du kannst Räume schaffen und Brücken bauen, statt Dich verbünden oder konkurrieren oder kämpfen “zu müssen”.

Du erahnst Möglichkeiten, kannst kreativ sein… überraschend… wunder-voll… schöpferisch…

Doch was, wenn es Dir in dem Moment nicht bewusst wird, sondern erst im Nachhinein?

Super! Dann freu Dich darüber, dass es Dir überhaupt aufgefallen ist. Akzeptiere und umarme Dich innerlich, anerkenne mitfühlend Dein Menschsein und erinnere Dich, dass Du ein*e Meister*in in Übung bist. Immer wieder. Sei JETZT präsent – mit Dir, mit dem Leben.

Und entspann Dich. Sei JETZT achtsam mit Dir und dem Leben, das DU bist…

Das Leben… unendlich variabel und facettenreich… fließend… sich ausprobierend und entfaltend…, das Du bist.

Verliebt ins Leben. Spürst Du es?

Deine Wurzeln nähren, klären und Raum schaffen

Herbst- und Winterzeit – Ahnenzeit.

Nach einem Frühjahr, das viel Neues und Ungewohntes mit sich gebracht hat und einem in diesem Jahr vielleicht nicht ganz so ausgelassenen Sommer kehrt nun der Herbst und demnächst wohl auch der Winter ein. Die Bäume lassen immer mehr ihr buntes Blätterkleid los und überall in der Natur kann man die allmähliche Einladung zur Einkehr spüren.

Auf meiner regelmäßigen Waldrunde begegnet mir in den letzten Tagen in einer alten, teils ausgehöhlten Wurzel immer wieder eine kleine Maus. Ganz aufmerksam und “bei ihrer Sache” (was auch immer das genau sein mag;-) läuft sie von hier nach da, verschwindet in dem einen Loch um kurz drauf in dem anderen wieder aufzutauchen. Tatsächlich wirkt das für mich wie “Großreinemachen” ihres Hauses als Vorbereitung für die Winterzeit. Die Zeit des Jahres, in der sich alles in der Natur eher in sich zurück zieht, loslässt, was momentan nicht mehr dienlich ist, die Stille genießt und die Kräfte in sich bewahrt – bereit diese, wenn die Zeit dafür ist, auch wieder im Außen lebendig werden zu lassen.

Ich hab ja bereits an anderer Stelle darüber geschrieben, dass ich die letzten Wochen eh schon in ähnlicher Weise genutzt habe. Ich habe mich nach innen gewendet, habe reflektiert und tatsächlich trotz der wilden Zeit im Außen viel Klarheit, innere Stille, Versöhnlichkeit (mit mir selbst, mit dem Leben, mit dem was ist, was nicht ist, was hätte sein sollen… … …) und auch immer mehr Friedlichkeit gefunden.

Denn genau dafür können wir diese Phase und die momentanen Energien des Jahreskreises nutzen: Unser “Haus”, sprich unser (Energie-)System klären und aus dem tiefsten Inneren nähren. Klarheit, Raum, Stille und Zufriedenheit ermöglichen – in uns und dem Feld, aus dem wir stammen, unserem Ahnenfeld. Mit offenen Armen und offenem Herzen die Dunkelheit umarmen, loslassen, was uns belastet und annehmen was unsere Wurzeln, unsere Lebendigkeit und unsere Kreativität nährt – von Innen nach Außen. Dem, was wir sind und denen, die den Boden für uns bereitet haben und die dabei ihr ureigenes Bestes gegeben haben, unsere Ehre erweisen. Ganz in diesem Moment.

Und ich kann Dir sagen: es lohnt sich!

Indem wir uns unseren Ahnen zuwenden, ihnen danken und sie ebenfalls umarmen, wenden wir uns auch wieder uns selbst zu. Und indem wir uns uns selbst zuwenden, mit offenem Herzen, wenden wir uns unseren Ahnen zu, als Teil von uns und unseres Lebens, als Teil des Lebens selbst…

…dessen Teil auch wir sind im Kreis des Großen Ganzen. Alles ist verbunden.

Somit schließt sich der Kreis auf einer Ebene und auf einer neuen Ebene kann Neues, Lebendiges die Zyklen des Leben erfüllen. Und wir folgen der Einladung des Lebens und vertrauen auf seine Rhythmen, wissend, dass die Jahreszeiten, Tag und Nacht, Licht und Dunkel in uns und alles was ist, Teil dieses wunderschönen einzigartigen Lebens ist.

Hier geht’s zur Anleitung des Ahnen-Rituals…
(das ich von dem Chasir (Schamanen) José Carlos Reyes Ravenna, aus der Tradition der peruanischen Nazca-Kultur, erlernt habe und als besonders schön, einfach und gleichermaßen kraftvoll empfinde.)

Heldenreise und Schöpfer-Sicherheit

Puh… die letzten Wochen waren echt sehr reich an Erfahrungen, v. a. inneren Erfahrungen.

Nach dem schönen Sommer, in dem ich nicht nur viel Zeit in der Natur genossen habe, sondern auch die vielen schönen Begegnungen – online wie offline –, den erfolgreichen Launch und die schönen Feedbacks zu meinem Online-Retreat “MARIPOSA-Transformations-Reise” sowie das Aufkeimen weiterer Inspirationen und Ideen zu den Themen “Selbst- und Potenzialentfaltung, schöpferischer* Energie, Heilheit, Flow, Lebendigkeit und Bewusstsein…” kam der Herbst. Und der hatte es für mich persönlich echt in sich!

(*bevor ich aber auf den Herbst eingehe: ich hatte mich eben oben verschrieben und statt “schöpferischer” habe ich “schöpfersicher” geschrieben… und ja, das ist für mein Empfinden definitiv das, worum es nun immer klarer geht: unsere Schöpfer-Sicherheit! Aber dazu gleich mehr…)

So… also…, es kam der Herbst und ich war einerseits so voller Offenheit und Ideen und andererseits so voller Bereitschaft, “mich” und meine Essenz in die Welt zu bringen… Allerdings hatte ich eine bestimmte Vorstellung davon, wie das vonstatten gehen sollte… 😉

Das Leben wiederum dachte sich scheinbar: “Ui, jetzt ist sie so offen und bereit, jetzt können wir sie auf ihre ureigene Heldenreise schicken.”

Und es schenkte mir ganz viele unterschiedliche Möglichkeiten, mich selbst besser kennen zu lernen und mehr über mich und “das Menschsein” zu lernen: Situationen, die mich triggerten, die mich zweifeln und fast verzagen ließen, die mich innerlich lähmten und mich abwenden ließen, in denen ich mich von scheinbarer Unmachbarkeit, Schwere und auch Trägheit beinahe überwältigt fühlte. Situationen, in denen ich merkte, wie ich mich und das Leben manchmal selbst limitierte oder boykottierte und die mich – von sanft bis vehement – dazu einluden, wieder einmal auf Selbsterforschungs- bzw. diese (innere) Heldenreise zu gehen.

Der Ablauf der Heldenreise ist meist von bestimmten “Stationen” gekennzeichnet:

  • Als erstes der Ruf,
  • dann oftmals eine Weigerung bzw. Widerstand,
  • dann der Übertritt über die Schwelle,
  • die Reise ins Unbekannte, manchmal auch verbunden mit dem Eintauchen in die Unterwelt, die (eigene) Dunkelheit,
  • dort Begegnungen mit Unterstützern, Mentoren und Gefahren und (inneren) Gegnern,
  • Überwindung der Gefahren bzw. Hindernisse
  • und Findung des Schatzes bzw. des Elixiers,
  • Rückkehr als gereifte Persönlichkeit, mit wertvollen Erkenntnissen und Erfahrungen – dem Elixier –, die er/sie nun mit der Gemeinschaft teilen kann…

Jo… und da die Tage eh kürzer und die Abende immer früher dunkler wurden, habe ich mich nach einigen Widerständen – bei mir persönlich Rückzug, Trotzigkeit und Schmollen – aufgemacht zu meiner Innenreise. Meine Ausrüstung bestand u. a. aus Geduld, Neugier, ein wenig detektivische Energie (als Kind wollte ich tatsächlich auch mal Detektivin werden:-) und der liebevollen Bereitschaft, nicht alles auf Anhieb verstehen zu müssen und gleichzeitig alles, was mir begegnen würde, als (momentanen) Teil von mir anzuerkennen.

Seiten um Seiten habe ich beschrieben, rekapituliert und reflektiert: Was erzähle ich mir über mich selbst? Was erzähle ich mir über die Welt und das Leben? Wie lauten meine Glaubenssätze? Warum triggern mich bestimmte Dinge momentan so sehr? Warum fühlte ich mich trotz Gesellschaft manchmal so verdammt alleine? Wieso ist das Leben so… wie ich gerade mit ihm haderte…?

Ich habe kontempliert, betrachtet, umarmt… hab mit Licht und Schatten getanzt, dem Trommeln meines Herzens gelauscht und geatmet…

Fragen über Fragen, Geschichten über Geschichten… Und je mehr die Geschichten, die ich mir selbst erzählte, Raum fanden und (von mir selbst) gehört wurden, umso größer und weiter wurde der Raum in mir… Nach und nach entfalteten sich Erkenntnisse, Offenheit, (Selbst-)Liebe und -Mitgefühl, Berührtheit, Zartheit, Kraft… Ein wunderbar sanftes, warmes, nährendes Leuchten erfüllte die Dunkelheit.

Und eben diese Dunkelheit, die ich zu Beginn “der Reise” von der Schwelle aus bzw. “aus der Ferne” noch unbekannt, womöglich unsicher und sogar gefährlich empfand, war plötzlich “einfach” nur noch Stille, Weite, Leere… der Raum, in dem alle Möglichkeiten und Schöpfungen ihren Ursprung haben, das manchmal als unendliches Nichts beschrieben wird, in dem gleichzeitig alles als Potenzial bereits vorhanden ist…

Das war nun also die Heldenreise… eine Etappe dieser Lebensreise, die mich immer mal wieder durchschüttelt, so dass ich meinen Weg und meine innere Haltung überprüfen und anpassen kann; so dass ich neue Antworten auf teils uralte Fragen finde; so dass ich immer wieder Offenheit und Akzeptanz üben und in Frieden sein kann mit ungelösten Fragen; so dass ich Liebe, Sicherheit und Präsenz in mir finden kann. Um daraus auch immer wieder neu zu schöpfen und zu wachsen.

Und was ist jetzt noch mit der “Schöpfer-Sicherheit”?

Ja… 🙂 Das ist eine der Zutaten für das Elixier.

Denn was durch solche Phasen im Leben immer wieder bewusst wird ist, dass wir tatsächlich Schöpfer*Innen sind! Auch, wenn wir es manchmal bezweifeln!

Wenn wir in einer friedlichen, liebevollen Welt leben wollen, u. a. weil wir uns im tiefsten Inneren zufrieden und geborgen fühlen wollen, tun wir gut daran, uns unserer schöpferischen Kraft bewusst zu sein und diese achtsam und mitfühlend zu nutzen.

  • Was wollen wir in die Welt hinein geben?
  • Womit wollen bzw. können wir im jeweiligen Moment die Welt bereichern?
  • Wie können wie unsere innere Fähigkeit der Alchemie nutzen?

Und während wir uns immer weiter darin üben und uns auf diese Weise unserer Gaben immer sicherer werden, können wir sie mit jeder Handlung (und auch durch unsere Haltung) verfeinern und nach und nach meistern.

Und wenn wir ganz tief in uns hinein spüren, dann spüren wir allmählich genau dieses Leuchten, das wir alle sind und das sich in die Weite, die wir ihm individuell und gemeinsam ermöglichen, verströmt.

Dieses Leuchten, das schöpferisches Leben ist…

…und das eine weitere Zutat für das Elixier ist. <3